Reise 2011 des Feuerwehrvereins Ebnat-Kappel
Wenn Floriansjünger reisen … Drei Jahre haben die Ebnat-Kappler Feuerwehrfrauen und –männer auf die Neuauflage ihrer Reise gewartet. Am Samstag 28. Mai war es endlich soweit. Zu einem Zöpfli gehört frühmorgens ein Kaffee. Nach einem kurzen Umweg und einem Blitzeinsatz von Frau Holenstein hat auch dies geklappt. ...
Reiseveranstalter Iwan lässt nun seine Frau und seine Schwiegermutter servieren. Durch den blühenden Thurgau geht’s gen Stein am Rhein. Dank des Regens der letzten Tage steht der Schifffahrt nichts im Wege. Weiler, Dörfer, statthafte Höfe und die Klinik St. Katharinental ziehen an uns vorbei. Vögel nehmen auf den Sandbänken ein Sonnenbad, die Strandbäder sind mehr Strand als Bäder – dem Rhein fehlen derzeit 1,2 Meter Pegelstand. Die Schifffahrt gleicht einer Slalomfahrt. Mit ruhiger Fahrt und Apéro geniessend nähern sich die Feuerwehrleute Schaffhausen.
Auf dem Wochenmarkt trifft man/frau zufällig auf längst verflossene Liebschaften. Andere geniessen die Aussicht vom Munot. Nach Shoppingtour und kurz vor Abfahrt flitzt ein Teil der Damen noch in den Süsswarenladen. Junior und Mama sind nicht gleicher Meinung: «Ahh, Süesses!» Das Mittagessen mundet dem Motorspritzen-Köbi. Er hat alles aufgegessen, wir dürfen weiterhin auf prächtiges Wetter hoffen. Am Rheinfall reihen sich die Ebnat-Kappler ein in den Touristenstrom der Inder, der Letten und der anderen Interessierten. Wie passen die Ebnat-Kappler zu den Touristen aus aller Welt? Gut – vor allem jene, die das Naturschauspiel durch die Kameralinse betrachten. Alle bestaunen den offensichtlichen Wassermangel. Es scheint, die Verantwortlichen des Rheinfalls hätten grössere Steine in das Flussbett gestellt. Die Tafel in der Flussmitte ist beinahe trockenen Fusses zu erreichen.
Weiter geht’s zur Buschenschenke, dort ist Wasser keine Mangelware. Das Jauseplättli ist «choge guet». Die Serviertochter versichert, der Müller-Thurgau sei nicht sauer. Trotzdem wechseln wir zur «Auslese». Doch erst der Federweiss vermag unsere Geschmacksknospen zu beflügeln. Alte und längst vergangene Episoden kommen in Erinnerung.
Durch die kleinen Dörfer geht’s zurück ins Toggenburg. Ein weisser Golf schiesst rückwärts an uns vorbei: Gut haben’s nicht viele gesehen… Derweil findet das letzte Getränk für 100.- Franken einen Abnehmer. Leider nur leere Worte, die Vereinskasse hätt’s allerdings gefreut. Zurück in Ebnat-Kappel lässt ein Teil der Gruppe den Abend im Schuppen ausklingen. Und der Schreiberling macht sich daran, die diversen Einträge aus dem Reisetagebuch zu einem halbwegs passablen Text zusammenzuschustern.
Feuerwehrverein Ebnat-Kappel
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